{"id":22589,"date":"2023-02-01T00:00:00","date_gmt":"2023-01-31T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/mm-live.digilicious.cloud\/news\/mmgroup\/sonnige-aussichten-in-izmir\/"},"modified":"2024-09-13T14:29:22","modified_gmt":"2024-09-13T12:29:22","slug":"sonnige-aussichten-in-izmir","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mm.group\/de\/news\/packaging\/sonnige-aussichten-in-izmir\/","title":{"rendered":"Sonnige Aussichten in Izmir"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/mm.group\/wp-content\/uploads\/news-mmpackaging-MMG_7_19aefc251b.webp\" alt=\"Sonnige Aussichten in Izmir\"><\/p>\n<div data-grid-cols=\"2\" data-grid-gutter-width=\"normal\">\n<div data-column-width=\"100%\">\n<p>Als Fuat Polat im April die neue Solarthermieanlage am Dach der Fabrik von MM Graphia im t\u00fcrkischen Izmir einweihte, konnte er mit einigen interessanten Zahlen aufwarten. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des 500 Mitarbeiter starken Standorts lie\u00df die versammelten Festg\u00e4ste wissen, dass die drei Millionen Euro schwere Investition fortan f\u00fcr eine CO<sub>2<\/sub>-Einsparung von 3.000 Tonnen pro Jahr sorgen werden. \u201e<em>Das ist eine Zahl, die man sich nur schwer vorstellen kann. Leichter zu verstehen ist es, wenn man sich vorstellt, dass man damit die Emissionen von 1.000 Autos pro Jahr kompensiert<\/em>\u201c, sagt Polat. Und all das einzig mit der Kraft der Sonne.<\/p>\n<p>\u00dcber sieben Milliarden Verpackungen werden von der MM Graphia-Fabrik in Izmir j\u00e4hrlich in die ganze Welt verschifft. Das Unternehmen versorgt aber auch den heimischen Markt: \u201e<em>50 Prozent unserer Produkte werden an internationale Kunden von Japan bis Kanada geliefert. Die restliche H\u00e4lfte bleibt in der T\u00fcrkei. Um das abzudecken, arbeiten unsere Produktionsst\u00e4tten auf maximaler Kapazit\u00e4t<\/em>\u201c, sagt Polat.<\/p>\n<p><strong>CO<sub>2<\/sub>-Reduktion<\/strong><br \/> Um die Verpackungsprodukte herzustellen, braucht es pr\u00e4zise eingestellte Umweltbedingungen in der Fabrik in Izmir. Sowohl Temperatur als auch Luftfeuchtigkeit m\u00fcssen st\u00e4ndig reguliert werden, weil Papier- und Kartonerzeugnisse sehr heikel in der Herstellung sind \u2013 und dementsprechend energieintensiv. \u201e<em>Unser bisheriges Klimatisierungssystem war f\u00fcr die H\u00e4lfte unseres Gesamtenergieverbrauchs in den Produktionshallen verantwortlich und n\u00e4herte sich dem Ende seines Lebenszyklus. Deshalb begannen wir schon vor drei Jahren, uns nach neuen Wegen f\u00fcr Heizung und K\u00fchlung umzusehen<\/em>\u201c, sagt Polat, der gleichzeitig nach H\u00f6herem strebte: Seit immer mehr wichtige Kunden die Reduktion von klimasch\u00e4dlichen Abgasen einforderten, musste nachgezogen werden. Zus\u00e4tzlich machten die schwankenden Kosten von fossilen Brennstoffen ein rasches Handeln notwendig.<\/p>\n<p>\u201e<em>Das Solarthermiesystem, das wir auf den D\u00e4chern unserer Produktionshallen installiert haben, besteht aus 4.500 Quadratmetern an Parabolrinnenkollektoren, die gemeinsam eine Spitzenleistung von \u00fcber 3,5 Megawatt erzeugen. Diese W\u00e4rmeenergie wird gespeichert und kann so auch in Zeiten ohne Sonnenschein genutzt werden<\/em>\u201c, sagt Polat. Sieben bis acht Monate lang liefert die Sonne in diesen t\u00fcrkischen Breitengraden ausreichend Energie f\u00fcr die Produktion am Standort \u2013 genug, um 80 Prozent des Energieverbrauchs f\u00fcr Heizung und K\u00fchlung der Fabrik abzudecken. MM Graphia lie\u00df daf\u00fcr die gegenw\u00e4rtig gr\u00f6\u00dfte industriell genutzte Solarthermieanlage Europas bauen. Ein Vorhaben in dieser Dimension geht nicht ohne technische Schwierigkeiten von statten \u2013 die aber gleich wie Einschr\u00e4nkungen durch die Pandemie und Lieferkettenprobleme \u00fcberwunden werden konnten.<\/p>\n<\/div>\n<div data-column-width=\"100%\">\n<p><strong>Vorbildfunktion<\/strong><br \/> Nach der Fertigstellung lockte die Solarthermieanlage eine Vielzahl neugieriger Besucher nach Izmir. \u201e<em>Wir haben mittlerweile eine gewisse Vorbildfunktion f\u00fcr die Industrie inne. K\u00fcrzlich besuchte uns eine Abordnung des deutschen Konsulats. Die Gruppe war sehr beeindruckt von dem, was wir ihnen zeigen konnten<\/em>\u201c, sagt Polat. Laut ihm w\u00fcrden Unternehmen meist ausschlie\u00dflich an Stromproduktion denken, wenn es um Solarenergie gehe. Aber die direkte Nutzung der Sonnenw\u00e4rme f\u00fcr Heizungs- und K\u00fchlungsprozesse w\u00e4re gro\u00dfteils ein ungew\u00f6hnliches Konzept in diesem Industriesegment \u2013 sogar in Zeiten der Energieknappheit.<\/p>\n<p>Dennoch gibt Polat zu Protokoll, dass die Entscheidung f\u00fcr die Nutzung der Sonnenenergie nicht auf der aktuellen Energiekrise und Preissteigerung basierte: \u201e<em>Unsere Hauptmotivation war die langfristige Perspektive. Wir wollten unsere Abh\u00e4ngigkeit von konventionellen Energiequellen verringern und den CO<sub>2<\/sub>-Aussto\u00df reduzieren. Wir sind auch schon in den Vorbereitungen f\u00fcr den n\u00e4chsten Schritt: Eine Photovoltaikanlage f\u00fcr elektrischen Strom.<\/em>\u201c Mit rund einem Megawatt peak Leistung soll das Sonnenkraftwerk bei MM Graphia die Abh\u00e4ngigkeit von fossilen Brennstoffen weiter mindern.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Fuat Polat im April die neue Solarthermieanlage am Dach der Fabrik von MM Graphia im t\u00fcrkischen Izmir einweihte, konnte er mit einigen interessanten Zahlen aufwarten. 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