{"id":44701,"date":"2025-06-04T13:18:41","date_gmt":"2025-06-04T11:18:41","guid":{"rendered":"https:\/\/mm.group\/?p=44701"},"modified":"2025-08-22T10:13:04","modified_gmt":"2025-08-22T08:13:04","slug":"biodiversitaet-in-unternehmen-von-der-risikoerkennung-zur-strategischen-integration","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mm.group\/de\/news\/mmgroup\/biodiversitaet-in-unternehmen-von-der-risikoerkennung-zur-strategischen-integration\/","title":{"rendered":"Biodiversit\u00e4t in Unternehmen: Von der Risikoerkennung zur strategischen Integration\u00a0"},"content":{"rendered":"<section id=\"block_42949087ede5f95baef922ba141280c0\" data-block_42949087ede5f95baef922ba141280c0 class=\"content-basic align transparent  container-bg \">\n  <div class=\"container\">\n    <div class=\"info_basic \">\n      <div class=\"section-info mb-10 max-w-[833px] \">\n                                    <div class=\"section_text \"><p>Der Verlust an Biodiversit\u00e4t ist l\u00e4ngst nicht mehr nur ein Umweltthema. Er ist zu einer dringlichen Herausforderung f\u00fcr Unternehmen geworden, die sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst sind. Der Verlust von Biodiversit\u00e4t wirkt sich auf Unternehmen nicht nur \u00fcber regulatorische Ver\u00e4nderungen aus, sondern betrifft die Versorgung mit Rohstoffen, das Vertrauen von Investoren sowie eine langfristige betriebliche Resilienz. Entsprechend w\u00e4chst bei Unternehmen das Bewusstsein daf\u00fcr, dass ihr Erfolg untrennbar mit der Gesundheit nat\u00fcrlicher \u00d6kosysteme verbunden ist. Ohne verantwortungsvoll bewirtschaftete W\u00e4lder, sauberes Wasser und intakten \u00d6kosystemen fehlt Unternehmen die Grundlage ihres Wirtschaftens.<\/p>\n<\/div>\n                \n            <\/div>\n    <\/div>\n  <\/div>\n<\/section>\n\n<section id=\"block_dc3cd842b853fed8d15981f4d868532d\" data-block_dc3cd842b853fed8d15981f4d868532d\n    class=\"banner-xl align transparent  container-bg  \">\n    <div class=\"container\">\n            <\/div>\n    <div class=\"container container-wrapper  reverse \">\n                    <div class=\"col-image\">\n                <div class=\"swiper\">\n                    <div class=\"swiper-wrapper\">\n                                                                                                            <div class=\"swiper-slide \">\n                                                                    <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"2560\" height=\"2560\"\n                                        src=\"https:\/\/mm.group\/wp-content\/uploads\/Jakob-Martin-square-scaled.jpg\" alt=\"Jakob Martin, Biodiversity Specialist at MM Group\"\n                                         style=\"width: 100%\" >\n                                                            <\/div>\n                                            <\/div>\n                <\/div>\n            <\/div> <!-- Cierre de la col-image -->\n            <div class=\"col-content\">\n                                <div class=\"swiper-container\">\n                    <div class=\"swiper\">\n                        <div class=\"swiper-wrapper\">\n                                                                                             <div class=\"swiper-slide\">\n                                    <div class=\"banner-info-content\"  data-aos=\"fade-up\" data-aos-duration=\"1000\">\n                                                                                    <div class=\"pretitle mb-[11px] accent-color\">Jakob Martin, Biodiversit\u00e4tsexperte bei MM<\/div>\n                                                                                                                                                                    <div class=\"banner_text custom-list\"><p>&nbsp;<\/p>\n<p>Beim Workshop \u201e<strong>Schutz der Biodiversit\u00e4t in Unternehmen<\/strong>\u201c, veranstaltet von EY Denkstatt, WWF und dem Controller Institut Austria in Wien, berichtete Jakob Martin, Biodiversit\u00e4tsexperte bei MM, wie das Unternehmen diesen Herausforderungen begegnet und warum Biodiversit\u00e4t auf die strategische Agenda jedes Unternehmens geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Anhand von Beispielen aus der Verpackungsindustrie fokussierte sich Martins Vortrag darauf, wie sich \u00f6kologische Komplexit\u00e4t in wirtschaftliche Relevanz \u00fcbersetzen l\u00e4sst. Biodiversit\u00e4t ber\u00fchrt alle Ebenen unternehmerischer Entscheidungen und reicht von der Materialbeschaffung \u00fcber die Produktion bis zum Risikomanagement und der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben. Die zentrale Botschaft ist klar: Es ist m\u00f6glich und notwendig, dieses Thema mess- und steuerbar zu machen.<\/p>\n<\/div>\n                                                                                                                                                            <\/div>\n                                <\/div>\n                                                    <\/div>\n                    <\/div>\n                                    <\/div>\n            <\/div>\n            <\/div>\n<\/section>\n\n\n<section id=\"block_998e7fc29876c36b2ca97088b8241e20\" data-block_998e7fc29876c36b2ca97088b8241e20 class=\"content-basic align transparent  container-bg \">\n  <div class=\"container\">\n    <div class=\"info_basic \">\n      <div class=\"section-info mb-10 max-w-[833px] \">\n                                    <div class=\"section_text \"><h2><strong>Von \u00f6kologischen Abh\u00e4ngigkeiten zu unternehmerischen Konsequenzen<\/strong><\/h2>\n<p>Biodiversit\u00e4t umfasst die Vielfalt von Arten, Genen und \u00d6kosystemen, die nat\u00fcrliche Prozesse wie Best\u00e4ubung, Klimaregulierung, Bodenfruchtbarkeit und Wasserreinigung erm\u00f6glichen. F\u00fcr Industrien, die ihre Rohstoffe direkt aus der Natur beziehen, besteht eine direkte und essenzielle Abh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n<p>Der Produktionszyklus bei MM, der von der Gewinnung frischer und recycelter Fasern \u00fcber die Herstellung von Karton und Papier bis hin zur Verpackungsveredelung reicht, ist auf intakte W\u00e4lder und die Verf\u00fcgbarkeit von S\u00fc\u00dfwasser angewiesen. Die Beeintr\u00e4chtigung dieser Ressourcen wirkt sich nicht nur negativ auf die Natur aus, sondern auch auf die Kosten und Verf\u00fcgbarkeit von Rohstoffen, die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sowie die F\u00e4higkeit, Produkte zuverl\u00e4ssig und verantwortungsvoll herzustellen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-44607 aligncenter\" src=\"https:\/\/mm.group\/wp-content\/uploads\/Production-cycle-scaled.png\" alt=\"\" width=\"1000\" height=\"625\" \/><\/p>\n<p>In seinem Vortrag betonte Martin die Relevanz, sowohl direkte als auch indirekte Abh\u00e4ngigkeiten der Biodiversit\u00e4t zu erkennen. Fl\u00e4chennutzung, Emissionen und Wasserverbrauch an Produktionsstandorten haben messbare Auswirkungen, aber auch die Lieferketten spielen eine wichtige Rolle. Die Beschaffung von Holzfasern beispielsweise verbindet die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeiten mit der Bewirtschaftung von W\u00e4ldern, die sich direkt auf die Biodiversit\u00e4t auswirkt.<\/p>\n<p>Eine Herausforderung f\u00fcr Unternehmen besteht darin, dass Biodiversit\u00e4t h\u00e4ufig als zu abstrakt oder nicht greifbar empfunden wird. Sie umfasst zahlreiche wissenschaftliche Disziplinen und l\u00e4sst sich nicht einfach messen. \u201eWir m\u00fcssen Biodiversit\u00e4t greifbar machen\u201c, betonte Martin. \u201eNur dann k\u00f6nnen wir Risiken steuern und Chancen erkennen.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Strukturen schaffen und Erkenntnisse gewinnen<\/strong><\/h2>\n<p>Kernst\u00fcck der Herangehensweise von MM ist die Anwendung des TNFD LEAP-Rahmenwerks (Locate, Evaluate, Assess, Prepare). Diese Methode begleitet Unternehmen Schritt f\u00fcr Schritt dabei, Schnittstellen zu Biodiversit\u00e4t zu erkennen, Abh\u00e4ngigkeiten und Auswirkungen zu bewerten, finanzielle und operative Risiken einzusch\u00e4tzen und Strategien zur Risikominderung oder Ver\u00e4nderung zu entwickeln.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-44627 aligncenter\" src=\"https:\/\/mm.group\/wp-content\/uploads\/TNDF-LEAP-cycle.png\" alt=\"TNDF-LEAP-cycle\" width=\"1000\" height=\"563\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>MM setzt darauf, interne Kompetenzen aufzubauen. Experten aus Risikomanagement, Einkauf, Betrieb und den Umwelt- und Nachhaltigkeitsbereich (ESG) arbeiten dabei eng zusammen, um naturbezogene Risiken zu erfassen. Durch diese bereichs\u00fcbergreifende Zusammenarbeit wird sichergestellt, dass Biodiversit\u00e4t nicht isoliert betrachtet, sondern fest in die bestehenden Gesch\u00e4ftsprozesse eingebunden wird.<\/p>\n<p>Die Messbarkeit von Biodiversit\u00e4t ist unerl\u00e4sslich, um sie als Faktor in wirtschaftliche Kalkulationen und Entscheidungen einzubringen. Martins Vortrag bot einen praxisnahen Einblick, wie MM eine solide, wissenschaftlich fundierte Datenbasis aufbaut, die langfristige Entscheidungsprozesse unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Es geht dabei vor allem darum umsetzbare Erkenntnisse zu gewinnen, die fundierte strategische Entscheidungen erm\u00f6glichen. Dazu geh\u00f6ren Fragen wie: Wo liegen die Biodiversit\u00e4ts-Hotspots in der Lieferkette? Welche Unterschiede bestehen bei den Beschaffungsoptionen? Und wie beeinflussen diese Erkenntnisse Entscheidungen im Einkauf oder bei Zertifizierungen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2><strong>Eine gemeinsame Verantwortung<\/strong><\/h2>\n<p>Regularien wie die Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (<strong>CSRD<\/strong>) und die Verordnung der Europ\u00e4ischen Union zur Verhinderung von Entwaldung (<strong>EUDR<\/strong>) schaffen ein rationaleres regulatorisches Umfeld, das das Thema Biodiversit\u00e4t von einem freiwilligen Engagement hin zu einer Pflichtberichterstattung transformiert. Allerdings ist der regulatorische Aspekt nur ein Teil des Gesamtbildes.<\/p>\n<p>Martin zufolge er\u00f6ffnet die Integration von Biodiversit\u00e4t in die Unternehmensstrategie auch Chancen, die \u00fcber die reine Einhaltung von Vorschriften hinausgehen. Es st\u00e4rkt das Risikomanagement bei Rohstoffen, verbessert die Beziehungen zu Kunden, die Transparenz fordern, und st\u00e4rkt die Glaubw\u00fcrdigkeit bei Investoren, die auf naturpositive Portfolios setzen.<\/p>\n<p>Damit Erkenntnisse zu konkreten Ma\u00dfnahmen f\u00fchren, treibt MM gezielte Initiativen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette voran. Dazu geh\u00f6rt die Einbindung von Lieferanten zur F\u00f6rderung naturpositiver Praktiken, die Integration biodiversit\u00e4tsbezogener Kriterien in Beschaffungsentscheidungen sowie die Erprobung der Bewertung von \u00d6kosystemdienstleistungen in Beschaffungsmodellen.<\/p>\n<p>Martin erl\u00e4uterte zudem, wie naturbezogene Risiken in die unternehmensweiten Risikomanagementstrukturen integriert werden und wie die Ergebnisse des LEAP-Prozesses mit der \u00fcbergeordneten Wesentlichkeitsanalyse von MM in Einklang gebracht werden.<\/p>\n<p>Der Workshop machte deutlich, dass zahlreiche Unternehmen noch am Anfang stehen, wenn es darum geht, ihre Auswirkungen auf die Natur zu erkennen und aktiv zu steuern. Klimabedingte Ereignisse unterbrechen bereits heute Lieferketten, w\u00e4hrend sich regulatorische Anforderungen zunehmend versch\u00e4rfen. Gleichzeitig beobachten Investoren, Kunden und andere Stakeholder diese Entwicklungen mit wachsender Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p>Martin beendete seinen Vortrag mit einer klaren Botschaft: \u201eWir haben gelernt, CO2-Emissionen zu messen und zu steuern. Nun m\u00fcssen wir dasselbe f\u00fcr \u00d6kosystemleistungen tun. Das ist komplex, doch MM hat sich fr\u00fchzeitig auf diesen Weg begeben und baut ihre Kompetenzen Schritt f\u00fcr Schritt weiter aus.\u201c<\/p>\n<\/div>\n                \n            <\/div>\n    <\/div>\n  <\/div>\n<\/section>\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"inline_featured_image":false,"footnotes":""},"categories":[305],"tags":[],"category-news":[320],"class_list":["post-44701","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-mmgroup","category-news-nachhaltigkeit"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44701","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44701"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44701\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":51204,"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44701\/revisions\/51204"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44701"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44701"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44701"},{"taxonomy":"category-news","embeddable":true,"href":"https:\/\/mm.group\/de\/wp-json\/wp\/v2\/category-news?post=44701"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}