Was ist die PPWR
Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) schafft einen EU weiten gesetzlichen Rahmen zur Reduzierung von Verpackungsabfällen, zur Steigerung der Kreislauffähigkeit und zur Harmonisierung der Verpackungsvorschriften in den Mitgliedstaaten. Als zentrales Element des European Green Deal und des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft legt die PPWR verbindliche Anforderungen an Verpackungsdesign, Recyclingfähigkeit, Rezyklatanteile, Kennzeichnung, Verpackungsminimierung sowie Wiederverwendungsziele fest.
Viele Kunden der MM Group, die verpackte Waren auf dem EU Markt in Verkehr bringen, werden ihre Verpackungsportfolios anpassen müssen — insbesondere FMCG Unternehmen und E Commerce Händler mit hohen Verpackungsvolumina. Große Marken werden Verpackungen anpassen oder neu entwickeln müssen, um Recyclingfähigkeit sicherzustellen, Rezyklatanteile zu integrieren (mit besonderem Fokus auf Kunststoffe), unnötige Verpackungen zu reduzieren und Wiederverwendungssysteme umzusetzen. Die Einhaltung der PPWR wird Datentransparenz, eine fundierte Lebenszyklusanalyse sowie eine engere Koordination entlang der gesamten Lieferkette erfordern.
Harmonisierte Kennzeichnung faserbasierter Verpackungen
2026
2027
2028
2029
2030
12. August
- Die Kommission führt die harmonisierte Kennzeichnung für Verpackungen und
Abfallbehälter ein (Art. 12, 13) - Die PFAS‑Grenzwerte gelten ab diesem Datum (Art. 5(5))
- Hersteller zahlen EPR‑Kosten im Erstbereitstellungsland (Art. 45)
Bis 12. August 2027 muss in jedem Mitgliedstaat ein nationales EPR‑Herstellerregister eingerichtet sein; Hersteller müssen dort eingetragen sein, wenn sie Verpackungen erstmals bereitstellen (Art. 44).
- Bis 12. Februar 2028 muss der Leerraum bei Verkaufsverpackungen minimiert werden (Art. 10)
- Ab 12. August 2028 gilt die harmonisierte Kennzeichnung für Verpackungen (Art. 12(1))
- Abfallbehälter müssen bis 12. August 2028 gekennzeichnet sein (Art. 13(1))
- Der delegierte Rechtsakt zu Design for Recycling wird bis 1. Januar 2028 erwartet (Art. 6(4))
- Ab 12. Februar 2029 brauchen wiederverwendbare Verpackungen ein Re‑Use‑Label (Art. 12(2))
- Die Ökomodulation wirkt nach Ablauf der 18‑Monats‑Frist (Art. 6)
- Ab 1. Januar 2030 dürfen nur Verpackungen in Verkehr gebracht werden, die in der Design‑for‑Recycling‑Bewertung den Klassen A, B oder C entsprechen (Art. 6(2)(a))
- Die Mindest‑Rezyklatanteile für Kunststoffverpackungen gelten ab 2030 (Art. 7)
- Das maximale Leerraumverhältnis von 50 % gilt ab 2030 für Um‑, Transport‑ und E‑Commerce‑Verpackungen (Art. 24)
Bereit für die PPWR
Die Zusammenarbeit mit MM zur Vorbereitung auf die PPWR bietet folgende Vorteile:
- Beschleunigter Weg zur PPWR Konformität durch klare, fundierte Expertenberatung
- Geringeres Risiko und niedrigere Kosten durch faktenbasierte Verpackungsentscheidungen
- Schnellere Time to Market mit validierten, sofort umsetzbaren Verpackungslösungen
- Stärkere Nachhaltigkeitspositionierung und höhere Attraktivität für Konsumentinnen und Konsumenten
- End to End Unterstützung, die internen Aufwand und Komplexität reduziert
Die folgenden fünf Schritte zeigen, wie man das Verpackungsportfolio bewerten und anpassen kann, um für das Inkrafttreten der PPWR vorbereitet zu sein.
1. Fordern Sie Ihr PPWR‑Verpackungsportfolio‑Audit an
Um die Abstimmung mit Nachhaltigkeitszielen und regulatorischen Anforderungen sicherzustellen, können sich Kunden an uns wenden, um eine umfassende Überprüfung ihres Verpackungsportfolios durchführen zu lassen, die Folgendes umfasst:
- Erfassung aller Marken, Produktvarianten und Märkte – querverknüpft mit Materialien, Formaten, Gewichten, Recyclingfähigkeit und aktuellem Konformitätsstatus
- Klassifizierung der Formate als konform, teilweise konform oder nicht konform (Redesign/Ersatz)
- Bereitstellung einer faktenbasierten Ausgangsbasis, um kostspielige Annahmen zu vermeiden
2. Gap‑Analyse: aktueller Zustand vs. zukünftiger PPWR‑Zielzustand
Markeninhaber können gemeinsam mit MM‑Expertinnen und ‑Experten die Lücke zwischen ihrem aktuellen Verpackungsportfolio und den für eine zukünftige PPWR‑Konformität erforderlichen Anpassungen analysieren. Wir unterstützen dabei:
- Übertragung der Audit‑Ergebnisse auf die PPWR‑Zielvorgaben (Recyclingfähigkeit, Materialreduktion, Wiederverwendungspotenzial)
- Identifikation von Defiziten bei Materialien, Designs, Barrierestrukturen und Claims
- Quantifizierung des Änderungsbedarfs: Optimierung vs. vollständiger Ersatz; Kennzeichnung technischer und operativer Einschränkungen
3. Prioritäten setzen
Kunden können sich bei der Vorbereitung auf die PPWR auf die Nachhaltigkeitsexpertinnen und experten von MM verlassen, um Prioritäten festzulegen. Gemeinsam entwickeln wir auf Basis der Daten aus Portfolio Audit und Gap Analyse eine pragmatische, kosteneffiziente Roadmap zur Einhaltung der Anforderungen, die Folgendes aufzeigt:
- Entscheidungsrahmen unter Berücksichtigung regulatorischer Dringlichkeit, Umweltauswirkungen, Kosten und Aufwand
- Maßnahmen mit hoher Wirkung und geringer Beeinträchtigung (z. B. volumenstarke Produktvarianten, geplante Produkt oder Verpackungsupdates)
- Anwendung eines Venn Diagramm Ansatzes zur Identifikation von Synergien und Quick Wins
4. Übergangsplan
Ein strategischer PPWR Übergangsplan verbindet Ambition mit Pragmatismus. Um Konformität zu erreichen und gleichzeitig kosteneffiziente Möglichkeiten zur Positionierung als führende Marke zu identifizieren, sollte Ihr Plan Folgendes darlegen:
- Meilensteine, Verantwortlichkeiten und Zeitpläne; Abstimmung mit kommerziellen Änderungen, Artwork Anpassungen und Linienumstellungen
- Überblick über Tests, Zertifizierungen, regulatorische Validierung und Rollout (inklusive Alternativszenarien)
- Einen maßgeschneiderten Ansatz für Risikomanagement und fristgerechte Konformität
5. Integration neuer Verpackungslösungen
Durch die Zusammenarbeit mit MM‑Expertinnen und ‑Experten können Sie neue und angepasste Verpackungsdesigns mit maximaler Effizienz in Ihre Verpackungslinien integrieren. Wir unterstützen Sie dabei durch:
- Validierung neuer Formate mittels Lauf‑ und Performance‑Tests
- Zusammenarbeit zwischen Ihnen, den Markeninhabern und uns auf Basis unserer integrierten Wertschöpfungskette und unseres Converting‑Know‑hows
- Beschleunigung der skalierenden Integration durch frühe Tests und Iterationen