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MM Group

Product Carbon Footprint-Daten für die Scope-3-Berichterstattung

Da Unternehmen ihre Berichterstattung zu Scope-3-Treibhausgasemissionen weiterentwickeln, gewinnen spezifische und verlässliche Produktdaten zunehmend an Bedeutung. Für Verpackungseinkäufer können Informationen über die Treibhausgasemissionen, die mit Materialien und Produkten verbunden sind, einen zusätzlichen Beitrag zu Umweltbewertungen und Berichterstattungsprozessen leisten.

Informationen zum Product Carbon Footprint (PCF) können dabei helfen, produktspezifische Treibhausgasemissionsdaten zusammen mit dem jeweiligen Geltungsbereich, der Methodik und der Berechnungsgrundlage zu kommunizieren. Für Organisationen mit komplexen Wertschöpfungsketten kann dies zu einem besseren Verständnis der Daten beitragen, die für die Berichterstattung zu Scope-3-Emissionen genutzt werden.

Warum PCF-Daten für die Scope-3-Berichterstattung relevant sind

Scope-3-Emissionen umfassen indirekte Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens. Für viele Organisationen stellen eingekaufte Güter und Dienstleistungen eine wesentliche Kategorie dar. Daher können von Lieferanten bereitgestellte Emissionsinformationen bei der Bewertung der Emissionen von eingekauften Produkten und Materialien relevant sein.

PCF-Daten liefern Informationen über die Treibhausgasemissionen, die mit einem bestimmten Produkt oder Material verbunden sind. Je nach Berichterstattungsansatz können Organisationen neben anderen verfügbaren Quellen auch lieferantenspezifische Daten nutzen, um Aktivitäten innerhalb ihrer Wertschöpfungskette zu bewerten.

Dies ersetzt jedoch keine anderen Datenquellen. Das GHG Protocol erkennt an, dass sowohl Primär- als auch Sekundärdaten für Scope-3-Berechnungen verwendet werden können. Welche Daten genutzt werden, hängt unter anderem von der Datenverfügbarkeit, Datenqualität und der Bedeutung der jeweiligen Aktivität ab.

MMBP KOTKAMILLS
Das Werk MM Koktamills in Süd-Finnland, dessen produktspezifische Informationen Umweltbewertungs- und Berichterstattungsprozesse unterstützen.

 

Welche Informationen sollten PCF-Daten enthalten?

Damit Product-Carbon-Footprint-Informationen aussagekräftig sind, sollten sie die Grundlage der angegebenen Werte klar erläutern. Dazu gehören der PCF selbst, der zugrunde liegende Geltungsbereich und die Systemgrenzen, die relevanten Lebenszyklusphasen, die funktionale oder deklarierte Einheit, die verwendete Berechnungsmethodik sowie gegebenenfalls der Bezugszeitraum.

Für die Nutzer der Daten ist es wichtig, die Berechnungsgrundlage zu verstehen. Emissionswerte sollten nicht unmittelbar miteinander verglichen werden, sofern Methodik, Geltungsbereich, Annahmen und Bezugsgrößen nicht übereinstimmen.

Konsistente Produktinformationen können zudem das Datenmanagement unterstützen, indem sie das Sammeln, Bewerten und Integrieren von Lieferantendaten in umfassendere Berichterstattungsprozesse erleichtern.

Von Produktdaten zur Berichterstattung

Treibhausgasemissionsdaten auf Produktebene können einen Baustein für die umfassendere Scope-3-Bewertung eines Unternehmens darstellen. Sind die Daten ausreichend spezifisch und verlässlich, können sie zu einem detaillierteren Verständnis der Emissionen beitragen, die mit eingekauften Materialien und Produkten verbunden sind.

Der Zweck von Product-Carbon-Footprint-Informationen besteht nicht darin, eine übergeordnete Umweltaussage über ein Produkt zu treffen. Ihre Aufgabe ist es vielmehr, produktspezifische Treibhausgasemissionsdaten klar und verständlich darzustellen, sodass Organisationen beurteilen können, ob die Informationen für ihre eigenen Bewertungs- und Berichterstattungsanforderungen relevant sind.

Wie PCF-Daten die Scope-3-Berichterstattung unterstützen können

Der Zugang zu produktspezifischen Informationen über Treibhausgasemissionen kann Organisationen dabei helfen, mit detaillierteren Daten zu arbeiten, sofern diese verfügbar und relevant sind. Dies kann Beschaffungsbewertungen, den Austausch mit Lieferanten sowie die Weiterentwicklung von Scope-3-Emissionsinventaren unterstützen.

Für Verpackungsunternehmen und ihre Kunden bleibt die Datenqualität dabei ein wichtiger Aspekt. Während Organisationen ihre Scope-3-Berichterstattung weiterentwickeln, können produktspezifische Informationen einen zusätzlichen Beitrag zum Verständnis der Emissionen leisten, die mit eingekauften Gütern und Dienstleistungen verbunden sind.

Für MM Group ist die Bereitstellung relevanter Produktinformationen Teil des Ansatzes, Informationen zu Emissionen entlang der Wertschöpfungskette zugänglich zu machen. Ziel ist es, Kunden Informationen bereitzustellen, die ihre eigenen Bewertungs- und Berichterstattungsprozesse unterstützen können und gleichzeitig den Geltungsbereich, die Annahmen und die Berechnungsgrundlage der bereitgestellten Daten klar kommunizieren.

Ein Product Carbon Footprint (PCF) quantifiziert die Treibhausgasemissionen, die mit einem bestimmten Produkt verbunden sind. Je nach angewandter Methodik kann die Berechnung unterschiedliche Lebenszyklusphasen und Systemgrenzen umfassen. Der Geltungsbereich und die Berechnungsgrundlage sollten stets klar kommuniziert werden, damit nachvollziehbar ist, was genau gemessen wurde.

PCF-Daten können produktspezifische Informationen zu Treibhausgasemissionen liefern, die Organisationen bei der Bewertung von Emissionen aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen innerhalb ihres Scope-3-Inventars berücksichtigen können. Wie relevant diese Informationen sind, hängt unter anderem von Datenqualität, Methodik und den jeweiligen Berichterstattungsanforderungen ab.

Nein. Ein PCF quantifiziert die Treibhausgasemissionen eines bestimmten Produkts. Carbon Reporting beschreibt den umfassenderen Prozess der Quantifizierung und Kommunikation von Emissionen auf Unternehmens-, Produkt- oder Wertschöpfungskettenebene. Produktspezifische Daten können dabei einen Baustein innerhalb umfassenderer Berichterstattungsaktivitäten darstellen.

Nur wenn die zugrunde liegenden Annahmen ausreichend vergleichbar sind. Aussagekräftige Vergleiche erfordern in der Regel eine konsistente Methodik, den gleichen Geltungsbereich, vergleichbare Systemgrenzen, funktionale Einheiten und Berechnungsregeln. Unterschiede in diesen Parametern können die Vergleichbarkeit einschränken.

PCF-Daten können bei der Bewertung von Verpackungsoptionen einen zusätzlichen Datenpunkt liefern. Werden sie gemeinsam mit Produktanforderungen, technischer Leistung, Materialspezifikationen, regulatorischen Anforderungen und weiteren relevanten Faktoren betrachtet, können sie zu fundierteren Entscheidungs- und Berichterstattungsprozessen beitragen.