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MM Group

Kundenerwartungen im Wandel: Der Weg zu CO₂-armer Verpackung

Verbraucher, Regulierungsbehörden und Investoren erhöhen kontinuierlich die Anforderungen und verlangen mehr Transparenz über den Treibhausgas-Fußabdruck alltäglicher Produkte. Marken stehen zunehmend unter Druck, Emissionen zu reduzieren, Ziele der Kreislaufwirtschaft zu erfüllen und regulatorischen Entwicklungen einen Schritt voraus zu sein – ohne zusätzliche Komplexität zu erzeugen. Vor diesem Hintergrund ist der Wandel hin zu Verpackungen mit möglichst geringer Umweltbelastung zu einer zentralen geschäftlichen Anforderung geworden. Durch den Einsatz recycelter Fasern, erneuerbarer Energie und intelligenter Materialnutzung lässt sich der Verpackungsfußabdruck deutlich senken, während vollständige Recyclingfähigkeit ohne Kompromisse erhalten bleibt.

Dieser Artikel zeigt, wie datenbasierte Strategien und faserbasierte Materialien Marken dabei unterstützen, diese Anforderungen zu erfüllen. Er macht deutlich, dass die Kombination aus CO₂-Reduktion und zirkulärem Design es ermöglicht, Nachhaltigkeitsziele effizienter zu erreichen und dies bei gleichzeitiger Sicherstellung von Performance und Compliance. Als Ergänzung zu einem Beitrag über zirkuläre Verpackungen fokussiert sich dieser Artikel auf den Low-Carbon-Aspekt im Verpackungsportfolio.

 

Einordnung von Low-Carbon-Packaging in übergreifende Verpackungstrends

Der Trend zur Dekarbonisierung verändert die Verpackungsindustrie grundlegend. Um diese Entwicklung zu verstehen, muss betrachtet werden, wie eng Kreislaufwirtschaft und Emissionsreduktion miteinander verknüpft sind. Die Nachhaltigkeitsstrategie der MM Group basiert auf zwei sich gegenseitig verstärkenden Säulen: einer kreislauforientierten, faserbasierten Verpackungswelt sowie der Dekarbonisierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette mit besonderem Fokus auf Scope 3. Für Marken bedeutet die Anpassung an aktuelle Konsumverpackungstrends, Emissionsreduktionen in diesen indirekten Bereichen aktiv und nachvollziehbar zu belegen. Gleichzeitig gelten Scope-3-Emissionen als wesentlich und werden überwiegend durch eingekaufte Rohstoffe, energiebezogene Prozesse und Abfallströme verursacht.

 

Die Rolle von Life Cycle Assessments

Zur Bewertung der Umweltleistung führt MM interne Lebenszyklusanalysen (LCAs) durch. Der Product Carbon Footprint umfasst sämtliche Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg. Diese Erkenntnisse ermöglichen es Unternehmen, die Umweltauswirkungen ihrer Low-Carbon-Produkte transparent und sicher zu kommunizieren. Eine Portfolioanalyse der Verpackungen ist dabei ein entscheidender erster Schritt, um Emissionen systematisch zu erfassen und sich auf regulatorische Veränderungen vorzubereiten. Zusätzlich führt der Einsatz recycelter Fasern zu einer geringeren Nachfrage nach Primärmaterialien (Kreislaufwirkung) und reduziert vorgelagerte Emissionen im Scope 3.

 

Low-Carbon-Packaging als Treiber von Trends in der Lebensmittelverpackung

Im Food & Beverage Bereich wird Low-Carbon-Packaging zunehmend durch Materialeffizienz, Leichtbau und faserbasierte Formate geprägt, die unnötige Komplexität vermeiden. Marken müssen ihre Emissionsreduktionen durch belastbare Daten und LCAs belegen und nicht durch allgemeine Nachhaltigkeitsaussagen. Dies entspricht den allgemeinen Trends im Lebensmittelverpackungssektor, in dem die Klimawirkung heute ebenso relevant ist wie Lebensmittelsicherheit, Haltbarkeit und Logistik.

Konkret zeigen sich die Entwicklungen in Richtung geringerer Flächengewichte bei Kartonverpackungen, vereinfachter Packstrukturen und dem Ersatz schwer recycelbarer Multimateriallösungen. Diese Designtrends steigern zugleich die Effizienz, da sie Materialeinsatz und Transportemissionen reduzieren.

MM Group unterstützt diese Entwicklung durch produktbezogene LCAs gemäß ISO 14040 sowie dem Greenhouse Gas Protocol. Dadurch können Kunden Verpackungsoptionen anhand transparenter CO₂-Daten vergleichen. Entsprechend verschiebt sich die Verpackungsnachhaltigkeit zunehmend von pauschalen Aussagen hin zu belegbaren Fakten.

Der Einfluss von Low-Carbon Packaging auf Verpackungstrends in der Beauty-Branche

Im Bereich Beauty und Personal Care muss Low-Carbon-Packaging Klimaleistung und Premium-Anspruch miteinander verbinden. Daher setzen Trends bei Beauty- und Duftverpackungen auf reduzierte Strukturen, leichtere Materialien und weniger Sekundärverpackungen und beeinträchtigen dabei nicht die Markenwirkung.

Besonders im Bereich der Hautpflege zeigt sich dieser Wandel deutlich. Verpackungstrends in der Hautpflege setzen auf weniger Komponenten, leichtere Kartonlösungen und faserbasierte Alternativen. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach verifizierten Nachhaltigkeitsinformationen, insbesondere bei jüngeren Konsumentinnen und Konsumenten.

MM Group unterstützt dies durch verantwortungsvolle Faserbeschaffung, produktbezogene CO₂-Fußabdruckmethodik und belastbare LCA-Daten. Diese Entwicklungen spiegeln übergeordnete Branchentrends wider, in denen Rückverfolgbarkeit, Materialeffizienz und verifizierte Emissionsdaten immer wichtiger werden.

Der strategische Wert von Low-Carbon-Packaging in nachhaltigen Verpackungstrends

Über alle Branchen hinweg zeigt sich in den nachhaltigen Verpackungstrends klar: Verifizierte Daten ersetzen zunehmend unkonkrete Umweltversprechen. Die Betrachtung übergreifender Nachhaltigkeitstrends in der Verpackungsbranche macht deutlich, dass unabhängige Validierung und ambitionierte Unternehmensziele eine zentrale Rolle spielen. Mit der Weiterentwicklung der Verpackungstrends wird es immer wichtiger, dass glaubwürdige Nachweise über Partner in der Lieferkette sichtbar werden.

Gestützt durch Daten und unabhängige Bewertungen

MM Group wurde mehrfach für ihr Umweltengagement ausgezeichnet. Die Nachhaltigkeitsleistung wurde von CDP mit Leadership-Bewertungen in den Kategorien Klima (A), Wälder (A) und Wasser (A) auf Basis der Daten von 2024 ausgezeichnet. Zudem erhielt das Unternehmen von EcoVadis eine Goldmedaille mit 77/100 Punkten.

Die Umsetzung dekarbonisierter Verpackungslösungen erfordert klar definierte, wissenschaftsbasierte Ziele. Die Dekarbonisierungsstrategie der MM Group steht im Einklang mit dem 1,5°C-Pfad des Paris Agreement. Die Ziele wurden von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert. Konkret bedeutet das: Bis 2031 sollen die Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 50,4 % sowie die Scope-3-Emissionen um 58 % pro Wertschöpfung reduziert werden (Basisjahr 2019).

Um den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft sowie das Ziel, die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, zu unterstützen, wurden nach Anpassungen des Geschäftsmodells zentrale Dekarbonisierungshebel und Maßnahmen definiert. Dazu zählen die Umstellung auf erneuerbare beziehungsweise kohlenstoffarme Energie an sämtlichen Produktionsstandorten, die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien in den Board & Paper Werken sowie die Beschaffung von Rohstoffen mit geringerem CO₂-Fußabdruck.

The solar power plant at MM Kolicevo supports the mill’s transition to renewable energy and contributes to reducing the carbon footprint of fibre-based packaging production.
Die Solaranlage am Standort MM Kolicevo unterstützt die Umstellung des Werks auf erneuerbare Energien und trägt dazu bei, den CO₂-Fußabdruck der Produktion faserbasierter Verpackungen zu reduzieren.

Um diese Ziele zu erreichen, sind eine Neuausrichtung des Energieeinsatzes in der Verpackungsproduktion sowie transparente Transformationspläne zur Dekarbonisierung von zentraler Bedeutung. Für alle Stakeholder bedeutet dies vor allem, einen verlässlichen Partner an ihrer Seite zu haben, der Nachhaltigkeit in konkrete, messbare und realisierbare Maßnahmen übersetzt.